Hauptfiguren in deutschen und polnischen Sagen. Eine vergleichende Analyse/ Główne postaci w polskich i niemieckich legendach. Analiza porównawcza. Teil I

1-1

Animator Kultury 2(2016)

Karolina Orlof

HAUPTFIGUREN IN DEUTSCHEN UND POLNISCHEN SAGEN. EINE VERGLEICHENDE ANALYSE/ GŁÓWNE POSTACI W POLSKICH I NIEMIECKICH LEGENDACH. ANALIZA PORÓWNAWCZA. TEIL I

___Wprowadzenie
___
Najprostsza definicja legendy, którą możemy przykładowo spotkać w polskiej Wikipedii, określa ją, jako zwartą opowieść lub większy zbiór opowieści o postaciach żyjących naprawdę bądź też uznawanych za historyczne. Legendy wiążą się najczęściej z państwem lub regionem kraju. Już kilkuletnie polskie dzieci słyszały historię o Lechu i założeniu Gniezna, królu Popielu i myszach, królowej Kindze i jej pierścieniu czy kwiecie paproci zakwitającym tylko raz w roku.
___Opowieści te, jako źródło kultury, obyczajów a także niekiedy i historii, weszły na stałe do polskich podręczników w pierwszych klasach szkoły podstawowej. W legendach często występuje morał oraz wskazówki do tego, jak postępować i żyć. W erze przedpiśmiennej to właśnie opowieści podawane ustnie były prawdziwą kopalnią zasad a także wartości dla kolejnych pokoleń. Z upływem lat tą funkcję przejęły baśnie i powiastki. Tradycja legend jednak wciąż pozostała żywa, chociażby wpleciona i ubarwiona w bajki dla najmłodszych.
___Polskie opowieści są znane większości z nas, ale czy znamy legendy naszych sąsiadów? W większości przypadków odpowiedź na postawione pytanie będzie prawdopodobnie przecząca. Pomimo takiego stanu rzeczy, warto nie zrażać się i poszerzyć zakres swojej wiedzy, aby poznać coś nowego, również w zakresie literatury, jak i historii. Możemy, bowiem dokonać ciekawego odkrycia, że np. bracia Grimm są nie tylko autorami niemieckich baśni i opowieści domowych, ale również wydali bogaty zbiór najcenniejszych germańskich legend i mitów.
___Pewnym punktem wyjścia dla takich poszukiwań może stać się poniższy artykuł, ponieważ głównym tematem jego rozważań jest porównanie ze sobą postaci i głównych bohaterów, z wybranych polskich i niemieckich legend. Zagadnienie to zostanie przestawione w dwóch artykułach mojego autorstwa.
___Pierwszy z artykułów stanowi zarys teoretyczny tematu, zaś w drugiej części koncentruję się już bezpośrednio na historii legend, a także na podobieństwach i różnicach pomiędzy konkretnymi bohaterami. Zapraszam serdecznie do lektury pierwszego z dwóch artykułów. Viel Spaß beim Lesen!

-1-

___Legenden und Sagen sind ein Teil jedes Landes und jeder Kultur. Fast jeder von uns kann mindestens einige Beispiele der Sagen, die aus seinem Staat kommen, nennen. Informationen zum Thema Sagen und Legenden bekommen wir schon in der Schule oder von unseren Eltern. Typische Geschichten Polens, die alle Kinder kennen, sind die Sage von Lech, Čech und Rus, die Sage von König Popiel und den Mäusen und von seiner Tochter- Wanda, die Sage vom Wawel-Drachen und viele andere.
___In Sagen können wir nicht nur historische oder legendäre Gestalten, wie Lech, König Popiel, Königin Kinga, Wars und Sawa treffen, sondern auch viele phantastische Figuren, die uns erschrecken oder in Stauen versetzen. Passende Beispiele dafür können Basilisk, Drache oder Seejungfer sein. All diese Gestalten haben ihre eigenen besonderen Eigenschaften. Basilisk ist ein Tier mit einem Kopf des Hahnes, hat einen langen Schweif, riesige Füße und glühende Augen. Auf seinem Kopf  trägt Basilisk „eine Krone“. Das Tier sollte aus dem Ei geschlüpft sein. Ein Drache ist sehr groß, kann fliegen, speit Feuer und ist immer hungrig. Eine Seejungfer gilt dagegen als eine Frau mit dem Körper eines Fisches. Sagen sind oft mit einem konkreten Gebiet verbunden. Solche Bespiele sind die Sage von Basilisk oder die Sage von Warschauer Seejungfer, die für die Stadt Warschau charakteristisch sind. Es gibt auch Geschichten, die es schwer ist, mit einem bestimmten Ort, zu verknüpfen. Als passendes Beispiel kann hierfür die Sage von Farnblüte dienen. Das charakteristische Merkmal der Sagen ist auch eine Moral, die man in fast jeder Sage finden kann. Eine Moral ist heutzutage auch in Märchen zu finden, die aus dem Reichtum der Sagen schöpfen.
___Was wissen wir aber über deutsche Sagen? Kennen wir ihre Gestalten und Geschichten? Meistens ist die Antwort auf diese Fragen verneinend. Es ist immer viel wert, eigenes Wissen zu bereichern und etwas Neues zu erfahren.

___Theoretische Erklärung der Begriffe
___Die Grundlage eines jeden Landes ist seine Geschichte und Kultur. Kein Land könnte ohne Geschichte und ohne Erinnerung existieren. Die Geschichte wirkt auf die ganze Gesellschaft, auf jeden Einwohner, der in einem konkreten Land lebt und stirbt. Das Schicksal jedes Landes wurde: in Chroniken, Volkserzählungen,  Briefen, Romanen, sowie in anderen literarischen Werken niedergeschrieben.
___Es war früher ganz anderes:  Entweder konnten die Menschen nicht schreiben, oder  sie hatten keine Möglichkeit, es zu tun. Ihre Geschichte ist aber nicht spurlos vergangen. Das Schicksal jeder Familie wurde mithilfe des Mundes von Generation zu Generation weitergegeben. Historische Fakten, bedeutende Ereignisse, Taten der mutigen Menschen gerieten nicht in Vergessenheit. Dank verschiedener Menschen, die um ihre Identität und Geschichte kämpften. Die Eltern erzählten ihren Kindern vor dem Schlafen, was sie an diesem Tag erlebt haben. Sie erzählten von ihren Vorfahren, Göttern, Bräuchen und Sitten oder geheimnisvollen Erscheinungen, die nicht immer verständlich erklärt werden konnten. Im Laufe der Zeit wurden diese Erzählungen auch zu Papier gebracht. So waren die Anfänge von Sagen und seit dem Mittelalter auch von Legenden, die ebenfalls niedergeschrieben wurden.

___-2-

___Aufgrund dieser Geschichten schrieben auch Dichter und Schrifteller ihre Fabeln und Märchen, die somit auf den alten oralen Erzählungen basierten. Jedes Land, jede Region und jedes Gebiet hatte eigene,  einzigartige Ereignisse, die es wert waren, kennengelernt zu werden.
___Die folgenden Begriffe: Märchen, Legende und Sage unterscheiden sich voneinander. Sie sind keine Synonyme.
___Nach „Sachwörterbuch der Literatur“ ist Märchen eine kürzere, volksläufig -unterhaltende Prosaerzählung von phantastisch-wunderbaren Begebenheiten und Zuständen aus freier Erfindung ohne zeitlich-räumliche Festlegung: Eingreifen übernatürlicher Gewalten in Alltagsleben, redende und Menschengestalt annehmende Tiere und Tier- oder Pflanzengestalt annehmende, verwunschene Menschen, Riesen, Zwerge, Drachen, Feen, Hexen, Zauberer, und andere den Naturgesetzten widersprechende und an sich unglaubwürdige Erscheinungen, die jedoch aus dem Geist des Märchens heraus glaubwürdig werden, in dem eventuell gedanklich mit vollzogene Unwahrscheinlichkeit die andere schon wahrscheinlich macht. Der ethische Grund ist denkbar einfache Weltordnung: Belohnung des Guten, Bestrafung des Bösen, je nach dem Grad an Sympathie oder Antipathie für die Hauptgestalt Wendung zum Guten oder Schlechten entsprechend den Wünschen des nativ moralisierenden, kindlichen Aufnahmekreises (Wilpert 1969: 463).
___Sachwörterbuch der Literatur gibt auch eine andere Definition des Märchens als sog. Volksmärchen an. Als Volksmärchen bezeichnet man einfache Form aus mündlicher Überlieferung des Volkes auch in vorliterarische Zeit, geprägt von seiner Erzählweise, mit Variationen und Umdichtungen, im Gegensatz zum Kunstmärchen, das als Schöpfung eine Dichterindividualitat Erzählweise und Motive des Volksmärchens übernimmt und mit bewusstem Kunstverstand gestaltet, dabei jedoch teils das unbewusste Phantasiespiel durch allegorische Verkleidung von Gedanken, Tendenzen und Meinungen zerbricht. Das Volksmärchen entstammt ursprünglich dem Orient, gelangt jedoch schon weit vor den Kreuzzügen ins Abendland (ebd.).
___Im Polnischen definiert man Märchen (auf Polnisch baśń) als eine der grundlegenden Gattungen der Epik, die aus der Volksliteratur stammt. Märchen ist ein winziges literarisches Werk mit fantastischem Inhalt und Glauben an Wunder. Ein Märchen stellt Geschichte der literarischen Figuren dar, die Grenzen zwischen der realistischen und magischen Welt frei überschreiten. Die charakteristischen Eigenschaften des Märchens als eines Symbols der Volksweltanschauung sind: Glaube an Wunder und magische Gestalten, die nicht aus dieser Welt kommen, Natur, die Eigenschaften der Menschen hat, ungeschriebene moralische Ordnung, utopische gesellschaftliche Bindungen und gerechtes Verhalten. Es gibt viele Leitmotive des Märchens, die sowohl in der europäischen Kultur, als auch  in anderen Kulturkreisen auftreten. Die ältesten bekannten Märchen stammen aus Indien, das für die Wiege dieser Gattung gehalten wird (vgl. Sławiński 2000: 61).
___Es liegt auf der Hand, dass die Begriffe: Sage, Märchen, Legende keine Synonyme sind. Das Sachwörterbuch der Literatur unterscheidet zwischen Märchen, Volksmärchen und Kunstmärchen. Der polnische Begriff baśń differenziert die Gattung nicht weiter und beinhaltet alle Eigenschaften der Volkserzählung.

-3-

___Das Wort Märchen stammt aus dem Mittelhochdeutschen [(das) maere]. Märchen haben große Bedeutung sowohl für Kinder, als auch Erwachsene. Gemeinsam allen Begriffen sind: Zauberei, Wunder und übernatürliche Erscheinungen. Im Märchen sprechen Tiere, Pflanzen haben Augen und Gefühle und das Gute wird belohnt und das Böse bestraft.
___Sachwörterbuch der Literatur bestimmt dagegen Legende folgendermaßen: ursprünglich Lesung ausgewählter Stücke aus dem Leben eines Heilligen an seinem Festtag bei Gottesdienst oder Klostermahlzeit, dann auf den Lesestoff übertragen, religiös erbauliche, volkstümliche Erzählung in Vers oder Prosa um den irdischen Lebenslauf eines Heilligen (Jesus, Maria, Apostel, Märtyrer, Anachoreten, Ordensstifter u. a.) oder einzelner Wunder und Geschehnisse daraus besonders den Kampf glaubensstarker Menschen mit der Umwelt, Erleuchtung irdischen Geschehens durch himmlische Mächte zu symbolischen Gehalt, vorwiegend in zwei Formen: Heiligen-Legende zu tendenziöser Belehrung und Volks-Legende zur Unterhaltung als geistliche Volkssage (einfache Form), dann nicht auf den christlichen Glauben beschränkt. Sinngebung und Stimmungsgehalt reizen früh zu literarischer Gestaltung, besonders in epischer Form oder als Legendenspiel, wobei ausschmückende Dichterphanatasie und das Streben nach größerer Wirkung den historischen Kern überwucherten (Wilpert 1969: 426-27).
___Die polnische Literatur betrachtet Legende als eine phantastische Erzählung mit wunderbaren und ungewöhnlichen Phänomenen, die besonders das Leben von christlichen Heiligen, Aposteln und Märtyrern beschreibt (vgl. Sławiński 2000: 271).
___
Beide Definitionen der Bezeichnung Legende sind ähnlich. Sie konzentrieren ihre Aufmerksamkeit auf dem Christentum, heiligen Personen und Gott.
___Die deutsche Literatur erklärt zusätzlich den Begriff der Sage.
___Laut Petzoldt ist Sage ein Sammelbegriff für mündlich überlieferte Erzählungen, deren Realitätsanspruch über dem des Märchens liegt. Die Sage ist eine mündliche Erzählung, die in einem Erzähltext fixiert wird. Diese erweckt den Anschein, die erzählten Vorgänge seien wirklich geschehen und sucht dies durch zeitliche, räumliche und personale Angaben zu belegen. Auch übernatürliche und phantastische Begebenheiten werden in der Realität festgemacht und durch Bezugspersonen beglaubigt. Inhaltlich umfasst sie das breite Spektrum menschlicher Auseinandersetzung mit seiner eigenen und der ihn umgebenden Natur, mit der historischen Realität und der transzendenten Welt. Das mythisch-magische Bewusstsein war zu allen Zeiten neben rationalen Geisteshaltungen gegenwärtig. Nur der Einfluss auf die Gesamtkultur veränderte sich. Aus diesem Bewusstsein erwachsen Sagen, gewissermaßen als Konkretisierungen des Volksglaubens, deren Anstöße aus verschiedenen Richtungen kommen. Sagen weisen immer eine örtliche Anknüpfung auf[1].

-4-

___Nach Metzler Literatur Lexikon bedeutet Sage (seit den „Deutschen Sagen“ der Brüder Grimm) den Sammelbegriff  für volkstümliche, knappe Erzählungen, die bestimmte Örtlichkeiten, Personen, Ereignisse, Naturerscheinungen usw. meist mit magischen, numinosen oder mythischen Elementen verknüpfen, gleichwohl aber Anspruch auf Glaubwürdigkeit erheben. Sagen schöpfen damit aus demselben Stoffbereich (Hexen, Zwerge, Riesen usw.) und Motivschatz (Erlösungsmotiv u.a.) wie das Märchen, sind auch wie dieses anonym und kollektiv mündlich tradiert, unterscheiden sich aber von ihm durch genaue Lokalisierung und Datierung, d.h. durch höheren Realitätsanspruch (wobei die Fixierung des Übernatürlichen an real Vertrautes als Wahrheitsbeweis gilt), ferner durch die strenge Scheidung von numinos-jenseitiger und diesseitiger Welt. Die Entstehung von Sagen setzt eine orale Erzähltradition voraus(Schweikle 1990: 405).
___Die zwei oben genannten Begriffe sind einander ähnlich. Beide deuten auf mündliche Tradition der Sagen hin. Die Sagen wurden meist nicht geschrieben. Die Menschen gaben sich Geschichten gegenseitig weiter. Sie erzählten davon, was sie sahen, hörten, machten und was früher geschah. Wichtig ist bei den Sagen, dass sie immer ein „Körnchen Wahrheit“ enthalten. Die in den Sagen beschriebenen Ereignisse beruhen auf echten, häufig historischen Geschehnissen und Tatsachen. In den Sagen tritt auch eine genaue Lokalisierung und Datierung auf. In der polnischen Literatur funktioniert keine Definition der Sage. Das literarische Wörterbuch stellt nur den Begriff „Saga“ dar, die eine altnordische oder altisländische Erzählung über die Helden und heidnischen Götter bedeutet (vgl. Sławiński 2000: 494). Im Polnischen wird also zwischen Legende und Sage nicht unterschieden.

___Arten von Märchen, Legenden und Sagen
___Im Laufe der Zeit sind in der Literatur verschiedene Arten von Märchen, Legenden und auch Sagen entstanden.
___Im Bereich des Märchens unterscheidet man:
___Volksmärchen
___Kunstmärchen (Wilpert 1969: 463)
___Solche Einteilung bringt nur deutsches Wörterbuch der Literatur vor. Das Volksmärchen ähnelt der Sage.
___Volksmärchen bedeutet anonyme Erzählung, die durch mündliche Überlieferung des Volkes auch in vorliterarische Zeit geprägt wurde, mit Variationen und Umdichtungen.
___Kunstmärchen heißt aber eine Schöpfung eines Dichters, der aus den Erzählweisen und Motiven des Volksmärchens zieht und eigenes Bild des Märchens mit bewusstem Kunstverstand bildet (vgl. ebd.).
___Die polnische Literatur unterscheidet dagegen sogenannte Wappenlegende.
Wappenlegende bedeutet eine Legende, die mit Adelswappen eng verbunden ist. Diese Legende erklärt die Herkunft der Familie in einer phantastischen Weise. Wappenlegende gehörte in der Regel zur mündlichen Tradition und sie hatte manchmal eine Form des Gedichtes (vgl. Sławiński 2000: 272).
___Die deutsche Literatur führt zwei Arten von Legenden an: Heiligen-Legende und Volkslegende.

-5-

___Heiligen-Legende bezeichnet  eine christliche Legende, die zur tendenziösen Belehrung führt.
___Volkslegende bedeutet dagegen eine geistliche Volkssage, die sich aber nicht nur auf den christlichen Glauben beschränkt (Wilpert 1969: 427).
___Es liegt auf der Hand, dass die deutsche Literaturwissenschaft die weltlichen von der „kirchlichen“ Literatur deutlich trennt. Das Volksmärchen ist der Sage sehr ähnlich, aber darin treten keine genaue Lokalisierung und Datierung, keine Fakten und wahre Ereignisse auf.
___Die Gliederung verschiedener Arten von Sagen ist mittels mehrerer Prinzipien versucht worden. Die mythischen Sagen teilt Meiche nach den darin auftretenden Geistwesen oder danach, wo solche fehlen, sowie nach Begebenheiten und dinglichem Gegenstand und so ergeben sich die folgenden sechs Gruppen[1]:

1. Seelensagen
a) Körper und Seele,
b) Seelenheer und Geisterkämpfe,
c) bergentrückte Geister,
d) Tiergespenster,
e) Gespenster in Menschengestalt,
f) SpukSagen, Poltergeister,
g) Irrwische, Feuermänner, Druckgeister, Binsenschnitter
2. Elbensagen
a) Hausgeister,
b) Luft- und Erdgeister,
c) Wald- und Feldgeister,
d) Wassergeister.
3. Dämonen- und Göttersagen 
a) Tierdämonen,
b) Bergdämonen,
c) Winddämonen,
d) Riesen,
e) Götter [2].
4. Teufelssagen 
a) der Teufel,
b) Teufelsbündnisse,
c) Zaubersagen.

-6-

5. Wundersagen
6. 
Schatzsagen
a) Glocken- und
b) eigentliche Schatzsagen

Die geschichtlichen Sagen teilt der Autor in:
LandesgeschichtlicheSagen
a) aus der Urzeit,
b) aus religiösen Bewegungen,
c) aus Kriegsnöten,
d) aus Fehdetagen,
e) aus den Tagen der Pest
Ortsgeschichten
a) Sagen von Gründung und Benennung von Orten,
b) Bergbausagen,
c) Sprungsagen,
d) Steinkreuzsagen,
e) Bausagen,
f) Handwerkssagen,
g) Spottsagen,
h) Verschiedenes[1].
3. Familiengeschichten
a) Geschlechter-, Helden- und Schildsagen,
b) Sagen über einzelne Personen[2].

___Eigene Einteilung schlägt auch Metzler Literatur Lexikon vor. Die Quelle stellt 5 Kategorien dar, laut denen man Sagen klassifizieren kann:
nach ihrer Verbreitung: Wander-Sagen (deren Motive, sich dann aber jeweils lokalen Gegebenheiten anpassen, sog. Milieudominanz) und Lokal-Sagen;
nach Stoff und Struktur: Mythologische-Dämon-Sagen und historische Sagen (über Personen und Ereignisse);
nach Inhalten: Toten-, Riesen-, Hexen-, Teufels-Sagen usw.;
nach funktionalen Elementen: Ätiologische- oder Erklärungs-Sagen und Erlebnis-Sagen (Warnungen vor Ort Orten, vor bestimmten Verhaltensweisen u.a.);
nach modalen Aspekten: Schwank-Sagen, Zeitungs-Sagen, von diesen Volks-Sagen sind die nur in literarische Kunstform fassbaren altnordische Sagas, und die Heldensagen (die als Stoffe der Heldendichtung ebenfalls nur literarisch greifbar sind) zu unterscheiden (Schweilke 1990: 406)

-7-

1

___Es liegt auf der Hand, dass die Autoren zahlreiche Kategorien nennen, nach denen Sagen klassifiziert werden können. Sie unterscheiden phantastische und historische Sagen. Die ersten beziehen sich auf Wunderphänomene, die Menschen nicht deuten konnten z.B. Geister, Gespenster, Dämonen, Riesen, Teufel und Engel, Götter. Die weiteren Gruppen beziehen sich auf konkrete, historische Gestalten, Orte, Ereignisse, die den Menschen bekannt waren. Dank der Sagen gab man alles, was für die Menschen wichtig war, weiter. Die Sagen wurden seit dem 18. Jahrhundert in Deutschland aufgezeichnet. Die bekanntesten Autoren aus dem deutschsprachigen Bereich, die sich entschieden haben, verschiedene Sagen zu schreiben, sind Jacob und Wilhelm Grimm. Sie gaben nicht nur die berühmte Sammlung Kinder- und Hausmärchen (1822 – die erste völlige Auflage), sondern auch (1816) den ersten Band von Deutschen Sagen heraus. Sie hörten Erzählungen einfacher Menschen auf dem Lande zu und dann schrieben sie sie auf. In Polen wurden Sagen zum ersten Mal von Wincenty Kadlubek, dem Chronisten des polnischen Königs – Kasimir des Gerechten, aufgeschrieben. Kadlubek war Bischof von Krakau und verfasste die vierbändige Chronica Polonorum, die Geschichte Polens umschrieb. Die oben genannten Autoren werden näher im nächsten Teil beschrieben.

-8-

___Literaturverzeichnis:

Schweilke, Guenther, Schweikle, Irmgard, (1990), Metzler Literatur Lexikon,  Stuttgart.
Sławiński, Janusz, (Hrsg.) (2000), Słownik terminów literackich, Wrocław.
Stein, Peter, Stein Harmut, (2008), Chronik der deutschen Literatur, Stuttgart.
Wilpert von, Gero, (1969), Sachwörterbuch der Literatur, Stuttgart.
http://www.sagen.at

[1] ebd.

[2] ebd.

[1] http: //www.sagen.at/infos_quellen_links/def_sagen.htm#kap4.

[2] ebd.

[1] http://www.sagen.at/infos_quellen_links/definitionen.htm.

 

-9-

Dodaj komentarz

Twój adres email nie zostanie opublikowany. Pola, których wypełnienie jest wymagane, są oznaczone symbolem *